Die Produktionsschule in der BBS Wilhelmshaven eGmbH

Moment! Was ist das denn? Eine Schule in der Schule? Eine Schule in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (eGmbH)? Wer sind denn die Gesellschafter und wer produziert dort überhaupt was?

Wir unterhalten uns am 16.04.18 darüber mit dem Geschäftsführer – ja so etwas gibt es in einer GmbH – Herrn Knüver, der von Anfang an dabei war. Ein Blick zurück wird notwendig sein, um die Idee dieser „Schule“ zu verstehen und den bisherigen Weg dieser Einrichtung nachvollziehen zu können. Allein diese Rückschau ist schon spannend genug. Gestartet mit dem Anspruch nachhaltige Produkte wie Autos oder Liegefahrräder zu produzieren, ist man heute bescheidener (oder realistischer) geworden. Aber nicht nur die Produktpalette hat sich geändert, auch die Rechtskonstruktion und sogar die Produzenten.

Freuen Sie sich auf ein Gespräch mit dem engagierten Geschäftsführer und erfahren Sie mehr über diese „Schule“.

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Das Studienseminar Wilhelmshaven für das Lehramt an Gymnasien

Seit über fünfzig Jahren (!) gibt es das Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien und trotzdem kennen es nur Eingeweihte. Wer weiß schon genau, wie man Lehrkraft an einem Gymnasium oder an einer Gesamtschule wird? Irgendwie muss man studieren, aber ist man damit bereits fertige Pädagoge oder Pädagogin? Was erwartet eigentlich eine Refe-rendarin/ein Referendar oder wie es heute heißt „Lehrkraft im Vorbereitungsdienst“ im Studienseminar Wilhelmshaven? Welche Inhalte werden ihnen vermittelt und welche Prüfungen müssen sie ablegen? Was macht denn einen guten Unterricht aus und was für ein Handwerkszeug braucht man dafür? Wann kommt eigentlich der sogenannte „Praxisschock“? Und schließlich gibt es auch noch „Quereinsteiger“ in den Lehrerberuf, also Bewerber, die kein Lehramtsstudium hinter sich haben, aber trotzdem in der Schule erfolgreich wirken sollen? Davon gibt es auch einige im Studienseminar.

Am 19.03.18  bringen wir Licht ins Dunkel und werden im Gespräch mit dem Leiter des Studienseminar Herrn Seelhorst diese und viele andere Fragen versuchen zu klären.

Schule und Theater- Zusammenarbeit der Landesbühne Niedersachsen Nord und der IGS Friesland Nord

„Wir alle spielen Theater“ ist der Titel eines Werkes des amerikanischen Soziologen Erving Goffman, in dem er für die Analyse der alltäglichen Interaktion von Individuen sich der Analogie mit dem Theater – insbesondere mit den Begriffen der Rolle und der Bühne – bedient. Abseits dieser soziologischen Rollentheorie geht es bei unserem Thema aber explizit um das Theaterspielen, sei es als Zuschauer oder als Akteur. Es geht um die ver-schiedenen Angebote der Landesbühne Niedersachsen Nord die schulischen Akteure für das Theater zu interessieren. Die Theaterpädagogen der Landesbühne helfen den Lehr-kräften und Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Wegen z. B.  beim Verständnis von (abitur)relevanten Stücken in den Fächern Deutsch oder Darstellendes Spiel. Es gibt nicht nur kostengünstige Angebote für Theaterbesuche von Klassen jeder Jahrgangsstufe, sondern auch die Möglichkeit, selbst die Bühne zu betreten. In Kooperationsverträgen zwischen einzelnen Schulen und der Landesbühne wird der Wille zur Zusammenarbeit bekräftigt und die Angebote konkretisiert.

Wir unterhalten uns am 18.02.2018 mit dem Theaterpädagogen Frank Fuhrmann und der Deutschlehrerin Gesche Wittkowski von der IGS Friesland Nord über ihre Zusammen-arbeit.

 

Digitale Bildung: Netbook- und iPad-Klassen in Wilhelmshaven

Die Digitalisierung ist unaufhaltsam im Vormarsch: der allgegenwärtige Gebrauch von Smartphones und Tablets quer durch alle Altersgruppen ist dafür ein Beleg. Einige steuern sogar zu Hause z. B. die Heizungsanlage, die Rollläden oder ihre Musik mit Hilfe von digitalen Assistenten. Das autonome Fahren steht vor der Tür und der Produktions-bereich wandelt sich zur Industrie 4.0. Die Generation der aktuellen Schülerinnen und Schüler – z. T. auch der Lehrkräfte – gelten als „Digital Natives“, d. h. sie sind mit dem Internet groß geworden und fühlen sich in der digitalen Welt heimisch. Betreten sie allerdings die Schule, so werden i. d. R. ins analoge Zeitalter zurückversetzt. Handyver-bote werden in der Schulordnung festgelegt, zumindest im Unterricht, der Einsatz von digitalen Medien ist lange nicht selbstverständlich. Tatsächlich hinken Deutschlands Schulen hinsichtlich der digitalen Mediennutzung anderen Ländern (z. B. Schweden, Lettland, Estland u.v.a.) weit hinterher. Die Lehrkräfte sind skeptisch, ob digitalisierter Unterricht den Lernerfolg fördert, Hirnforscher Spitzer will alles Digitale aus dem Klassenraum verbannen und befürchtet die „digitale Demenz“, andere halten dies für einen Mythos. Ungeachtet dessen, präsentieren Hersteller von Hard- und Software auf den Bildungsmessen ihrer Produkte als die Lösung vieler pädagogischer Problemfelder, wie z. B. individualisiertes bzw. kooperatives Lernen oder Inklusion. Unabhängig davon, wünschen Eltern den vermehrten Einsatz der digitalen Medien an den Schulen.

Ungeachtet aller Pro- und Contra-Diskussionen gibt es Schulen, die schon länger den Einsatz von Smartphones, Tablets, Notebooks oder Computern erproben oder einfach damit anfangen. Unterstützt werden sie dabei von Initiativen wie N21, diversen Netz-werken wie z. B. Mobiles Lernen oder sie treffen sich in der Carl von Ossietzky Univer-sität Oldenburg zum einmal jährlich stattfindenden Mobile-Schule-Event. In Wilhelms-haven gibt es an der IGS seit Jahren eine Notebook-Klasse, die im aktuellen Schuljahr als Netbook-Klasse sich neu aufgestellt hat, basierend auf den Erfahrungen der vorherigen Jahre. An der Cäcilienschule gibt es seit dem laufenden Schuljahr sogar zwei iPad-Klassen.

Wir unterhalten uns in der Sendung mit den Verantwortlichen Herrn Huflaender von der IGS und Herrn Winkelmann von der Cäcilienschule über die unterschiedlichen Konzepte, erste Erfahrungen und die künftige Ausrichtung.

Inklusion in Niedersachsen – Gut gedacht und schlecht gemacht? (Teil III)

Mit der letzten Sendung des Jahres – am 20.11.2017 – schließen wir unsere Reihe zur schulischen Inklusion in Niedersachsen ab. Nachdem wir uns in der vorherigen Sendung mit den Umsetzungsproblemen der Inklusion und dabei uns mit der Analyse und den Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beschäftigt haben, werden wir uns diesmal mit einer Vertreterin der Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V. unterhalten. In diesem Verein sind Eltern und Angehörige von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen organisiert und engagieren sich in Niedersachsen für eine inklusive Gesellschaft. Wir werden uns mit Frau Kurtz u. a. über ihre Motivation, ihren Kampf für inklusives Lernen und den kürzlich vorgestellten Gesetz-entwurf ihres Vereines für ein inklusives Schul- und Bildungssystem unterhalten. Natürlich werden wir auch auf die Umsetzungsschwierigkeiten des aktuellen Niedersächsischen Schulgesetzes zu sprechen kommen. Wir freuen uns sehr auf dieses Gespräch.

Inklusion in Niedersachsen – Gut gedacht und schlecht gemacht? (Teil II)

In der Oktobersendung wollen wir uns mit den Umsetzungsproblemen der Inklusion in Niedersachsen beschäftigen. In den Gesprächen für die vorherige Sendung haben sich die Interviewpartner sehr zurückhaltend bis gar nicht zu offensichtlichen Schwierigkeiten bei der Realisierung der inklusiven Schule geäußert. Von einem „Maulkorberlass“ war die Rede, jedenfalls wollte keineR aufgrund einer öffentlichen Äußerung eine Gesprächseinladung bei der Schulaufsicht bekommen.

Diese Zurückhaltung erwarten wir nicht, wenn wir (noch vor der Wahl) mit Astrid Müller, die stellvertretende Vorsitzende der Schulbezirkspersonalrat Weser-Ems und Leiterin der GEW-Fachgruppe Förderschulen, sprechen. Sie wird uns die Position der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Inklusion erläutern, wohl wissend, dass dies Thema auch innerhalb der Gewerkschaft nicht unumstritten ist. Frau Müller wird die Stolpersteine benennen, die einen vernünftigen inklusiven Unterricht erschweren oder anders ausgedrückt: Wie lauten die Gelingensbedingungen für guten inklusiven Unterricht?

Wir schauen also ein wenig über den Tellerrand des Sendegebiets hinaus, glauben aber, dass die Probleme überall mehr oder weniger gleich sein dürften.

Inklusion in Niedersachsen – Gut gedacht und schlecht gemacht? (Teil I)

Nicht zum ersten Mal beschäftigen wir uns mit diesem Thema. In der Januarsendung 2016 haben wir uns mit der Problematik der Auflösung der Förderschule in Wilhelmshaven beschäftigt. Inzwischen haben wir die Wahl in NRW hinter uns, in der das Thema Schule/Inklusion womöglich eine entscheidende Rolle gespielt hat. Im Koalitionsvertrag haben CDU/FDP vereinbart, in Sachen Inklusion auf die Bremse zu treten und den restlichen Bestand an Förderschulen zunächst nicht aufzulösen.

Dr. Bernd Althusmann, CDU-Landesvorsitzender und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Oktober 2017 hat bereits bei der Vorstellung seines Bildungspapiers „Besser lernen und Niedersachsens Zukunft gestalten!“  ein einjähriges Moratorium für die Inklusion an niedersächsischen Schulen, einschließlich eines sofortigen Stopps der Schließung der Förderschulen verkündet.  Seit über 4 Jahren wird in Niedersachsen inkludiert, die Auflösung der Förderschulen schreitet voran, die meisten Sonderpädagogen unterrichten jetzt an den Regelschulen. Diesen Prozess einfach zu stoppen, ist wohl nicht so einfach möglich, wo sollen die Kinder hin?

Inklusion bleibt aber – abseits von Wahlkampfrummel – ein Problem der Umsetzung. Eltern und Lehrkräfte beklagen die Überforderung der Regelschulen. Eine Billiglösung, wie sie bisher versucht wurde, funktioniert nicht. Aber wie soll es weitergehen? Bringt die GEW-Forderung nach Einstellung von 1.000 SozialpädagogenInnen die Lösung?

Wir wollen genauer hinschauen, wie Inklusion in Wilhelmshaven praktisch aussieht. Diesmal wollen wir uns mehr Zeit nehmen und planen eine Reihe von 3 Sendungen. Konzeptionell stehen wir noch am Anfang, wir beabsichtigen, längere Zeit am Unterricht mit Inklusionskindern teilzunehmen, in Grund- und vielleicht auch höheren Klassen. Wir wollen mit den Betroffenen, Experten und vielleicht auch Politikern sprechen.  Es gibt auch noch die Idee, mal über die Ländergrenzen hinweg zu schauen. Es gibt ja an Wilhelmshavener Schulen Kontakte in verschiedene Länder der EU, mal sehen.

Wie wären an dieser Stelle dankbar, wenn Sie uns Ihre Ideen zu diesem Thema mitteilen würden.

Begabtenförderung am Neuen Gymnasium Wilhelmshaven (NGW) und die Rolle des Kooperationsverbundes „Begabungen und Talente fördern“ (KOV)

Das Neue Gymnasium Wilhelmshaven macht eine gute Pressearbeit. Die Wilhelmshavener Zeitung hat oft Anlass über besondere Veranstaltungen oder Aktivitäten an dieser Schule zu berichten. Ob der bekannte Gießener Mathematik-Dozent Prof. Dr. Beutelspacher die Schülerinnen und Schüler mit seinem „Zauber der Zahlen“ in den Bann zieht, ob Kinder am „Tag des Wissens“ ihre Talente entdecken können oder ob Christoph Biemann, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“ auf der Bühne experimentiert. Anlässe gibt es genug, denn an der Schule bewegt sich anscheinend eine Menge. Die Aufnahme des NGW in den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Bildungs- und Begabungslotsen zeigt offenbar ein besonderes Anliegen der Schule, nämlich die Begabungen und Talente ihrer Schülerinnen und Schüler zu ent-decken und zu fördern. Grund genug für FORUMSCHULE sich mit der zuständigen Koordinatorin Frau Endres zu unterhalten und dabei freudig überrascht festzustellen, dass an diesem Gymnasium so Einiges neu ist – und nicht nur der Name. Wir wollen uns aber bei der Sendung am 21.08.17 auf den Bereich der Begabtenförderung an NGW beschränken und dabei spielt der KOV eine besondere Rolle.

Das Trainingsraumkonzept an der Marion-Dönhoff-OBS in Wilhelmshaven

Wie kann mit Schülerinnen und Schülern umgegangen werden, die durch ihre Aktivitäten verhindern, dass Lehrkräfte unterrichten und MitschülerInnen etwas lernen können?  Trainingsraumkonzepte können Unterrichtsstörungen nicht verhindern, verfolgen jedoch das Ziel, durch einen Mix von Reflexion und Disziplinierung ein erneutes Auftreten zu verhindern. Am 19.06.17 werden wir uns mit der Theorie und Praxis dieses Konzepts an der Marion-Dönhoff-Oberschule beschäftigen. In Studio unterhalten wie uns darüber mit Frau Klümper, die als Mitarbeiterin des Jugendhilfeträgers MERACON neben Kolleginnen und Kollegen die konkrete Arbeit im Trainingsraum leistet. Dabei ist auch Herr Behrens, der Initiator des Trainingsraumes und ebenfalls dort aktiv.