Der außerschulische Lernort „Technik und Natur“ in Wilhelmshaven

FORUMSCHULE, beschäftigt sich am 19.11. mit dem Lernen, das außerhalb der Schule stattfindet. Gemeint sind hier aber nicht die sozialen Zusammenhänge wie z. B. Familie oder Freundeskreis, in denen natürlich auch gelernt wird. Nein, es geht um die vom Nieder-sächsischen Kultusministerium 61 anerkannten außerschulischen Lernstandorte, die zu-nehmend an Konzepten einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgerichtet sind. Die sogenannten UMWELTSCHULEN; mit einer haben wir uns in der letzten Sendung befasst, sind auf dem gleichen Gebiet tätig und oft arbeiten sie mit außer-schulischen Lern-orten zusammen. Im Sendegebiet haben wir das RUZ in Schortens, also regionale Umwelt-zentrum und in Wilhelmshaven den Lernort Technik und Natur.

Wir haben den Wilhelmshavener Lernort besucht und dabei Schülerinnen und Schülern der IGS Friesland bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut.

Mit unseren Gästen werden wir klären, was denn nun die außerschulischen Lernorte Be-sonderes anbieten, was die Schulen so nicht können. Darüber hinaus lassen wir uns er-läutern, warum die Schulen solche Angebote dankbar annehmen und wie sie es in ihre Unterrichtspläne integrieren. Zwischendurch erklären uns auch beteiligte Schüler, was sie da eigentlich gemacht haben.

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Die Grundschule Heidmühle – eine UMWELTSCHULE

Klimawandel, Energiewende, Plastik im Meer sind nur drei aktuelle Stichwörter, die ver-deutlichen, dass Umweltthemen immer noch aktuell sind. Natürlich sind alle Schul-formen verpflichtet, diese für unseren Planeten existenzielle Thematik zu behandeln und verfolgen das Ziel, den SchülerInnen nachhaltig ein entsprechendes Problembewusstsein und um-weltgerechtes Verhalten zu vermitteln. Das zu bearbeitende Themenfeld ist riesig und bie-tet eben für jede Schulstufe einen altersgerechten Zugang.

Wir haben uns entschieden, mit den Jüngeren anzufangen und haben die Grundschule Heidmühle besucht, die seit 2004 ununterbrochen sich den Titel UMWELTSCHULE im Rahmen des Projektes „Umweltschulen in Europa! verdient hat. Aktuell werden dort die Themen „Helfen durch Sammeln – Recycling von Rohstoffen“ und „Mülltrennung“ behandelt.

Im Studio werden wir uns am 15.10.18 mit den zuständigen Lehrererinnen und mit Schülerinnen und Schülern über die ihre bisherigen und aktuellen Projekte sprechen und – wenn es klappt – ein zum Thema passendes Lied hören.

Wir sind gespannt.

BBS Jever – Eine Schule ohne Rassismus!?

Schön wäre es, eine Schule ohne Rassismus und mit Courage! Aber das ist wohl eine Utopie. Zunächst einmal handelt es sich um einen Titel, den das gleichnamige größte deutsche Schulnetzwerk, dem über 2.700 Schulen angehören, vergibt. Alle Mitglieder von SoR-SmC-Schulen verpflichten sich aktiv dafür einzutreten, dass ein Schulklima ohne Diskriminierung, Mobbing und Gewalt entsteht.

Im Sendegebiet von RADIO JADE gibt es nur die BBS Jever, die sich den Titel erworben hat. Wir werden uns in der Sendung am 17.09.2018 mit AktivistenInnen unterhalten, die mitge-wirkt haben den Titel zu 2017 erwerben und die dieses „Erbe“ in Zukunft weitertragen wollen. Uns interessiert der Prozess, wie man von der Idee zur Titelverleihungsveranstal-tung kommt, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um den Titel zu er– und zu be-halten. Welche Hindernisse sind auf diesem Weg zu überwinden und welche Rolle spielen dabei Schülerinnen und Schüler, welche die anderen Mitglieder der Schulgemeinschaft. Und natürlich werden wir versuchen herauszufinden, wie man es schafft, dieses Projekt zu verstetigen, angesichts des Umstandes, dass die Verweilzeit von Schülerinnen und Schülern an einer BBS doch sehr begrenzt ist und auch die Lehrkräftezusammensetzung sich verändert.

Wir wollen andere Schulen ermutigen, sich ebenfalls auf den Weg zur SoR-SmC-Schule zu machen. Die BBS Jever zeigt uns, wie es gelingen kann.

Sprachbildung und -förderung in KiTas

Aktuell hat Niedersachsen das KiTa-Gesetz geändert. Seit dem 1.8. d. J. ist der Besuch von Kindergärten kostenlos. Gleichzeitig sind nunmehr die Kindertageseinrichtungen für die vorschulische Sprachförderung zuständig und nicht mehr die Grundschulen. Für letzteres überweist das Land Geld, so kann die z.B. die Stadt Wilhelmshaven mit gut 220.00 €, Friesland mit 303.000 € und Wittmund mit 145.00 € für das aktuelle Kinder-gartenjahr rechnen, wie viel davon an die einzelnen KiTas geht ist noch nicht entschie-den, genauso wenig, wofür die einzelnen Kitas das Geld ausgeben. Es ist also aktuell eine Menge Bewegung in der vorschulischen Erziehung!

Die Tageseinrichtungen übernehmen damit komplett eine Aufgabe, die schon immer zu ihrem Aufgabenfeld gehörte. Sogenannte Sprach-KiTas widmen sich dieser Aufgabe schon länger intensiver mit (finanzieller) Unterstützung eines entsprechenden Bundesprogrammes. In solchen Einrichtungen arbeiten ErzieherInnen, die sich als Sprachfachkräfte haben ausbilden lassen. Wir werden uns in der Sendung am 20.08.18 mit zwei Sprachspezialistinnen über ihre Arbeit sprechen und was sich durch das neue Gesetz ändern wird. Wir lernen, wie Sprach-KiTas arbeiten, was Kamishibai ist und was es mit den Sprachfüchsen auf sich hat.

Die von uns besuchten KiTas verfügen über Sprachfachkräfte, was aber lange nicht für alle gilt. Diese müssen sich irgendwie über die Runden retten, bis sie die eigenen Mitarbeiter dazu haben ausbilden lassen, denn auf dem Markt sind schon ErzieherInnen kaum zu haben und SprachspezialistenInnen gibt es noch weniger.

Die Europaschule BBS Wilhelmshaven

Im Sendegebiet von Radio-Jade finden sich neben allen Berufsbildenden Schulen nur noch das Mariengymnasium Jever auf der Liste der 155 niedersächsischen Europaschulen. Wenn eine Schule diese Zusatzbezeichnung tragen darf, dann muss sie das beantragen und ein Zertifizierungsverfahren erfolgreich hinter sich bringen. Sie werden ihre Arbeit an bestim-mten Kriterien messen lassen müssen, bevor sie das Ziel verfolgen können, „…Kenntnisse über Europa und europäische Institutionen zu fördern, die aktive Teilnahme an der Unions-bürgerschaft sowie die Mehrsprachigkeit zu stärken und in besonderem Maße die Entwick-lung interkultureller Kompetenzen zu ermöglichen und zu unterstützen.“ (siehe Europa-schulen in Niedersachsen, Rderl. des MK vom 05.06.2013).

Wir werden uns in der Sendung am 18.06.2018 mit Detlef Reuter von der BBS Wilhelms-haven über die oben erwähnten Kriterien und das Zertifizierungsverfahren unterhalten. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen aber die Aktivitäten der beteiligten Schulen, wie sie konkret mit ihren Schülerinnen und Schülern die o. a. Ziele des Erlasses in Zusammen-arbeit mit verschiedenen Partnern zu erreichen versuchen. Dabei wird auch auf die Koope-ration INTERNATIONALE BERUFSBILDUNG JADE mit den Berufsbildenden Schulen in Jever, Varel und Wittmund eingegangen, sowie auf das EU-Programm ERASMUS+.

Zum Schluss gibt es die Gelegenheit über Visionen der Europaschulen zu sprechen, denn alles geht immer noch irgendwie besser.

Leseförderung durch LesepatenInnen

Über die Bedeutung des Lesens – nicht nur für eine erfolgreiche Schulkarriere -brauchen wir wohl nicht mehr sprechen. Uns geht es darum, eine Möglichkeit außerhalb der Schule zu zeigen, mit der an frühzeitig erkannten Leseschwächen gearbeitet wird. Wir werden uns deshalb in der Sendung am 21.05.2018 mit der ehrenamtlichen Arbeit der LESEPATEN und LESEPATINNEN beschäftigen. Angeschaut haben wir uns die Arbeit von Lesepatinnen, die im Rahmen von SOS-Kinderdorf in Gruppen für Grundschulkinder in Wilhelmshaven arbeiten. Eingeladen ins Studio haben wir die wahrscheinlich jüngste (Frau Oriana Rath) und die vermutlich älteste Leserin (Frau Dinter) und sprechen mit ihnen über ihre Moti-vation, ihre Arbeit und den „Lohn“, den sie für ihre Tätigkeit erhalten.

Die Musikauswahl der beiden Gäste ist teilweise sehr speziell, weil Frau Dinter klassische Musik bevorzugt. Wir hoffen den Geschmack von ihr getroffen zu haben, obwohl es sich um Klassik im modernen Gewand handelt.

Die Produktionsschule in der BBS Wilhelmshaven eGmbH

Moment! Was ist das denn? Eine Schule in der Schule? Eine Schule in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (eGmbH)? Wer sind denn die Gesellschafter und wer produziert dort überhaupt was?

Wir unterhalten uns am 16.04.18 darüber mit dem Geschäftsführer – ja so etwas gibt es in einer GmbH – Herrn Knüver, der von Anfang an dabei war. Ein Blick zurück wird notwendig sein, um die Idee dieser „Schule“ zu verstehen und den bisherigen Weg dieser Einrichtung nachvollziehen zu können. Allein diese Rückschau ist schon spannend genug. Gestartet mit dem Anspruch nachhaltige Produkte wie Autos oder Liegefahrräder zu produzieren, ist man heute bescheidener (oder realistischer) geworden. Aber nicht nur die Produktpalette hat sich geändert, auch die Rechtskonstruktion und sogar die Produzenten.

Freuen Sie sich auf ein Gespräch mit dem engagierten Geschäftsführer und erfahren Sie mehr über diese „Schule“.

Das Studienseminar Wilhelmshaven für das Lehramt an Gymnasien

Seit über fünfzig Jahren (!) gibt es das Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien und trotzdem kennen es nur Eingeweihte. Wer weiß schon genau, wie man Lehrkraft an einem Gymnasium oder an einer Gesamtschule wird? Irgendwie muss man studieren, aber ist man damit bereits fertige Pädagoge oder Pädagogin? Was erwartet eigentlich eine Refe-rendarin/ein Referendar oder wie es heute heißt „Lehrkraft im Vorbereitungsdienst“ im Studienseminar Wilhelmshaven? Welche Inhalte werden ihnen vermittelt und welche Prüfungen müssen sie ablegen? Was macht denn einen guten Unterricht aus und was für ein Handwerkszeug braucht man dafür? Wann kommt eigentlich der sogenannte „Praxisschock“? Und schließlich gibt es auch noch „Quereinsteiger“ in den Lehrerberuf, also Bewerber, die kein Lehramtsstudium hinter sich haben, aber trotzdem in der Schule erfolgreich wirken sollen? Davon gibt es auch einige im Studienseminar.

Am 19.03.18  bringen wir Licht ins Dunkel und werden im Gespräch mit dem Leiter des Studienseminar Herrn Seelhorst diese und viele andere Fragen versuchen zu klären.

Schule und Theater- Zusammenarbeit der Landesbühne Niedersachsen Nord und der IGS Friesland Nord

„Wir alle spielen Theater“ ist der Titel eines Werkes des amerikanischen Soziologen Erving Goffman, in dem er für die Analyse der alltäglichen Interaktion von Individuen sich der Analogie mit dem Theater – insbesondere mit den Begriffen der Rolle und der Bühne – bedient. Abseits dieser soziologischen Rollentheorie geht es bei unserem Thema aber explizit um das Theaterspielen, sei es als Zuschauer oder als Akteur. Es geht um die ver-schiedenen Angebote der Landesbühne Niedersachsen Nord die schulischen Akteure für das Theater zu interessieren. Die Theaterpädagogen der Landesbühne helfen den Lehr-kräften und Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Wegen z. B.  beim Verständnis von (abitur)relevanten Stücken in den Fächern Deutsch oder Darstellendes Spiel. Es gibt nicht nur kostengünstige Angebote für Theaterbesuche von Klassen jeder Jahrgangsstufe, sondern auch die Möglichkeit, selbst die Bühne zu betreten. In Kooperationsverträgen zwischen einzelnen Schulen und der Landesbühne wird der Wille zur Zusammenarbeit bekräftigt und die Angebote konkretisiert.

Wir unterhalten uns am 18.02.2018 mit dem Theaterpädagogen Frank Fuhrmann und der Deutschlehrerin Gesche Wittkowski von der IGS Friesland Nord über ihre Zusammen-arbeit.