Klimaretter an der IGS Wilhelmshaven

Lange vor Greta Thunberg und vor der Friday for Future-Bewegung nämlich zu Beginn der Pariser Klimakonferenz am 30.11.2015 organisierte die Schülergruppe Plant-for-the planet einen Klimastreik an der IGS Wilhelmshaven. Über 800 Schülerinnen und Schüler beteilig-ten sich u. a. an dem Marsch zum Wilhelmshavener Rathaus und wurden dort vom Bürge-rmeister für ihr Engagement gegen den Klimawandel gelobt. Wir haben heutige Aktivisten dieser Gruppe am 20.05.19 im Studio und sprechen mit ihnen über ihre verschiedenen Aktivitäten und wollen herausfinden, wie sich diese Gruppe gebildet hat und wie es mit Ihr in Zukunft weitergehen wird.

Bemerkenswert erscheint uns auch, dass es in dieser Gruppe offenbar keine Lehrkräfte gibt, die sie im Rahmen des Unterrichts von schulischer Seite unterstützen. Denn immerhin ist die IGS Wilhelmshaven seit vielen Jahren einen zertifizierte Umweltschule.

Es gibt also viel zu reden, wir freuen uns darauf.

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Die Arbeit als Elternvertreter im Stadtelternrat Wilhelmshaven

Ehrenamtliche Arbeit ist keineswegs selbstverständlich, diese Problematik beschäftigt uns nicht zum ersten Mal – aber es gibt Menschen, die sich mehr oder weniger eigennützig für andere engagieren. Die Arbeit als Elternvertreter an einer Schule gehört und kann sich bis zur Mitarbeit im Landeselternrat ausweiten.

Am 15.4.2019 werden wir uns mit zwei Elternvertretern unterhalten, die im Stadtelternrat (StER) der Stadt Wilhelmshaven mitwirken. Wir reden natürlich auch über Motivations-fragen, aber werden uns dann dem rechtlichen Rahmen des Niedersächsischen Schul-gesetzes widmen.

Schwerpunkt der Sendung ist aber die Arbeit der Vertreter des StER im Schulausschuss des der Stadt Wilhelmshaven. Hier gab und gibt es sicherlich Erfolge und Niederlagen, wie auch andauernde aktuelle Kontroversen mit der zuständigen Verwaltung bzw. den Rats-vertreternInnen. Über dies alles wollen wir sprechen und so versuchen auszuloten, wo die Grenzen des Einflusses von Eltern sind.

 

Schulsozialarbeit aus Personalratssicht

In der Februarsendung haben wir uns mit dem Schulsozialarbeiter Manuel Wilke über seine Arbeit an der IGS Wilhelmshaven unterhalten. Dabei ist deutlich geworden, dass Herr Wilke in einem Umfeld arbeitet, welches Schulsozialarbeit unterstützt und wertschätzt, sozu-sagen die Sonnenseite schulischer Sozialarbeit. Die Wirklichkeit von Schulsozialarbei-ternInnen kann aber auch anders aussehen. Die von uns geplante Sendung mit und über SozialpädagogenInnen, die bei der Kommune beschäftigt sind, mussten wir streichen. Die Pressestelle der Stadt Wilhelmshaven hat dies aktuell nicht erlaubt, um ihre Mitarbeiter vor weiterer Überlastung zu schützen, so die sinngemäße Begründung. Vielleicht klappt es ja später noch einmal.

Statt dessen werden wir uns am 18.03.2019 zusammen mit Jürgen Faber von Schulbe-zirkspersonalrat Weser-Ems generell über soziale  Arbeit in Schulen unterhalten, also auch über deren Schattenseiten.

Wir werfen damit einen Blick über Grenzen des Sendegebietes und wollen erfahren, welche Faktoren schulische Sozialarbeit begünstigen und welche sie behindern. Wie sind die Schulen mit SozialarbeiternInnen versorgt? Welche Rolle spielen Tarifverträge, wenn es um die Einstellung von SozialarbeiternInnen geht? Welche Fälle landen bei den Personal-vertretungen? Was fordert die Gewerkschaft GEW für die Schulsozialarbeit?

Wie immer eine Menge Fragen und wir hoffen auf Antworten.

Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung

Der Titel, auch wenn er etwas sperrig erscheint – drückt aus um was es geht und in wessen Verantwortung die Arbeit liegt. Denn SchulsozialarbeiterInnen gibt es an vielen Schulen, aber nicht alle sind Landesbedienstete und haben damit ihren Schulleiter als Dienstvor-gesetzten.

Wenn wir am 18.02.2019 mit Manuel Wilke, einem Schulsozialarbeiter aus dem vier-köpfigen Beratungsteam der IGS Wilhelmshaven sprechen, dann gehört dieser – wie auch seine Kolleginnen – zu eben der o. a. Gruppe von Schulsozialarbeitern. Die Konsequenzen dieses Unterschieds werden im Gespräch aber nicht thematisiert, denn im Vordergrund steht die konkrete Schulsozialarbeit an der IGS, die es dort seit ihrer Gründung gibt. Ein-gehen werden wir auch auf die neue Funktion von Herrn Wilke, der gerade eben die Auf-gabe eines Fachberaters Schulsozialarbeit übernommen hat.

Ob die Schulsozialarbeit wirklich hilft, wenn Lehrkräfte, Eltern und andere bereits ge-scheitert sind, das wollen wir wissen. Wir sind gespannt.

Aktive MitgliederInnen – eine aussterbende Spezies?

Man muss die provokante Überschrift nicht wörtlich nehmen, obwohl alle traditionellen Organisationen und dazu zählen Parteien, Vereine und Gewerkschaften, auch ein Gene-rationenproblem haben. Unsere Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Sendegebiet von Radio-Jade ist dafür nur ein Beispiel. Es gibt nur noch eine GEW-Zeit-schrift, die Jahreshauptversammlungen sind Veranstaltung von Grauhaarigen und Betriebsgruppenarbeit findet nur noch vereinzelt statt.

Aber was hält jüngere KollegenInnen davon ab, ihre Mitgliedschaft aktiv auszuüben? Ist es die familiäre oder berufliche Belastung? Ist die Freizeit zu wertvoll für ehrenamtliche Arbeit? Ist Gewerkschafts- oder Vereinsarbeit nicht mehr zeitgemäß? Liegt es an dem fehlenden persönlichen „Benefit“, nach dem Motto „was kommt für mich dabei rüber?“. Oder wird der Gewerkschaftsbeitrag nur noch als Entgelt für die Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherung angesehen?

Wir wollen uns am 21.01.2019 diesen Fragen mit unseren Gästen widmen, die alle aktive MitgliederInnen sind. Es sind Lehrkräfte beiderlei Geschlechts, aber unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Funktionen tätig.

Wenn wir Glück haben, dann gelingt es uns, nicht nur Ursachen für das fehlende Engage-ment, sondern auch nachahmenswerte Ansätze zu finden, dies zu verändern. Wir sind gespannt!

Europaschule 2 – Auslandspraktika für Auszubildende

Die Sendung am 17.12. greift noch einmal das Thema EUROPASCHULEN von Juni d. J. auf. Allerdings stehen diesmal die AdressatenInnen der BBS-Bemühungen in Wilhelmshaven, Jever und Wittmund im Vordergrund. Wir haben drei Gäste aus den Berufsfeldern Wirt-schaft, Holz und Gastronomie im Studio, die in Polen, Finnland und Österreich ein mehr-wöchiges Praktikum absolviert haben. Zur Sprache kommen werden die Motivation, die Vor- und Nachbereitung sowie insbesondere die verschiedenen Herausforderungen im Ausland. Zum Schluss werden wir nach Tipps bzw. „Fettnäpfchen“ für Auslandsprakti-kantenInnen fragen..

Der außerschulische Lernort „Technik und Natur“ in Wilhelmshaven

FORUMSCHULE, beschäftigt sich am 19.11. mit dem Lernen, das außerhalb der Schule stattfindet. Gemeint sind hier aber nicht die sozialen Zusammen-hänge wie z. B. Familie oder Freundeskreis, in denen natürlich auch gelernt wird. Nein, es geht um die vom Niedersächsischen Kultusministerium 61 anerkannten außerschulischen Lernstandorte, die zu-nehmend an Konzep-ten einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgerichtet sind. Die sogenannten UMWELTSCHULEN; mit einer haben wir uns in der letzten Sendung befasst, sind auf dem gleichen Gebiet tätig und oft arbeiten sie mit außerschulischen Lernorten zusammen. Im Sendegebiet haben wir das RUZ in Schortens, also regionale Umwelt-zentrum und in Wilhelmshaven den Lernort Technik und Natur.

Wir haben den Wilhelmshavener Lernort besucht und dabei Schülerinnen und Schülern der IGS Friesland bei ihrer Arbeit über die Schultern geschaut.

Mit unseren Gästen werden wir klären, was denn nun die außerschulischen Lernorte Besonderes anbieten, was die Schulen so nicht können. Darüber hinaus lassen wir uns er-läutern, warum die Schulen solche Angebote dank-bar annehmen und wie sie es in ihre Unterrichtspläne integrieren. Zwischendurch erklären uns auch beteiligte Schüler, was sie da eigentlich gemacht haben.

Die Grundschule Heidmühle – eine UMWELTSCHULE

Klimawandel, Energiewende, Plastik im Meer sind nur drei aktuelle Stichwörter, die ver-deutlichen, dass Umweltthemen immer noch aktuell sind. Natürlich sind alle Schul-formen verpflichtet, diese für unseren Planeten existenzielle Thematik zu behandeln und verfolgen das Ziel, den SchülerInnen nachhaltig ein entsprechendes Problembewusstsein und um-weltgerechtes Verhalten zu vermitteln. Das zu bearbeitende Themenfeld ist riesig und bie-tet eben für jede Schulstufe einen altersgerechten Zugang.

Wir haben uns entschieden, mit den Jüngeren anzufangen und haben die Grundschule Heidmühle besucht, die seit 2004 ununterbrochen sich den Titel UMWELTSCHULE im Rahmen des Projektes „Umweltschulen in Europa! verdient hat. Aktuell werden dort die Themen „Helfen durch Sammeln – Recycling von Rohstoffen“ und „Mülltrennung“ behandelt.

Im Studio werden wir uns am 15.10.18 mit den zuständigen Lehrererinnen und mit Schülerinnen und Schülern über die ihre bisherigen und aktuellen Projekte sprechen und – wenn es klappt – ein zum Thema passendes Lied hören.

Wir sind gespannt.

BBS Jever – Eine Schule ohne Rassismus!?

Schön wäre es, eine Schule ohne Rassismus und mit Courage! Aber das ist wohl eine Utopie. Zunächst einmal handelt es sich um einen Titel, den das gleichnamige größte deutsche Schulnetzwerk, dem über 2.700 Schulen angehören, vergibt. Alle Mitglieder von SoR-SmC-Schulen verpflichten sich aktiv dafür einzutreten, dass ein Schulklima ohne Diskriminierung, Mobbing und Gewalt entsteht.

Im Sendegebiet von RADIO JADE gibt es nur die BBS Jever, die sich den Titel erworben hat. Wir werden uns in der Sendung am 17.09.2018 mit AktivistenInnen unterhalten, die mitge-wirkt haben den Titel zu 2017 erwerben und die dieses „Erbe“ in Zukunft weitertragen wollen. Uns interessiert der Prozess, wie man von der Idee zur Titelverleihungsveranstal-tung kommt, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um den Titel zu er– und zu be-halten. Welche Hindernisse sind auf diesem Weg zu überwinden und welche Rolle spielen dabei Schülerinnen und Schüler, welche die anderen Mitglieder der Schulgemeinschaft. Und natürlich werden wir versuchen herauszufinden, wie man es schafft, dieses Projekt zu verstetigen, angesichts des Umstandes, dass die Verweilzeit von Schülerinnen und Schülern an einer BBS doch sehr begrenzt ist und auch die Lehrkräftezusammensetzung sich verändert.

Wir wollen andere Schulen ermutigen, sich ebenfalls auf den Weg zur SoR-SmC-Schule zu machen. Die BBS Jever zeigt uns, wie es gelingen kann.

Sprachbildung und -förderung in KiTas

Aktuell hat Niedersachsen das KiTa-Gesetz geändert. Seit dem 1.8. d. J. ist der Besuch von Kindergärten kostenlos. Gleichzeitig sind nunmehr die Kindertageseinrichtungen für die vorschulische Sprachförderung zuständig und nicht mehr die Grundschulen. Für letzteres überweist das Land Geld, so kann die z.B. die Stadt Wilhelmshaven mit gut 220.00 €, Friesland mit 303.000 € und Wittmund mit 145.00 € für das aktuelle Kinder-gartenjahr rechnen, wie viel davon an die einzelnen KiTas geht ist noch nicht entschie-den, genauso wenig, wofür die einzelnen Kitas das Geld ausgeben. Es ist also aktuell eine Menge Bewegung in der vorschulischen Erziehung!

Die Tageseinrichtungen übernehmen damit komplett eine Aufgabe, die schon immer zu ihrem Aufgabenfeld gehörte. Sogenannte Sprach-KiTas widmen sich dieser Aufgabe schon länger intensiver mit (finanzieller) Unterstützung eines entsprechenden Bundesprogrammes. In solchen Einrichtungen arbeiten ErzieherInnen, die sich als Sprachfachkräfte haben ausbilden lassen. Wir werden uns in der Sendung am 20.08.18 mit zwei Sprachspezialistinnen über ihre Arbeit sprechen und was sich durch das neue Gesetz ändern wird. Wir lernen, wie Sprach-KiTas arbeiten, was Kamishibai ist und was es mit den Sprachfüchsen auf sich hat.

Die von uns besuchten KiTas verfügen über Sprachfachkräfte, was aber lange nicht für alle gilt. Diese müssen sich irgendwie über die Runden retten, bis sie die eigenen Mitarbeiter dazu haben ausbilden lassen, denn auf dem Markt sind schon ErzieherInnen kaum zu haben und SprachspezialistenInnen gibt es noch weniger.